Die Stadtbefestigung bestand ursprünglich aus Holz und wurde später durch eine Mauer aus gebrannten Ziegelsteinen ersetzt. Sie ist durchschnittlich etwa fünf Meter hoch. An der Innenseite befindet sich partiell ein Nachbau des einstigen hölzernen Wehrgangs mit Zugang zu den Schießscharten.
Zu einer wehrhaften Stadtbefestigung gehört nicht nur eine hohe Mauer mit Wachtürmen. Weitere Hindernisse sollten den Feind wirkungsvoll aufhalten. So war die Stadt von einem breiten Trockengraben umgeben. Im Norden ist die Stadtmauer sowie der Graben mit den Befestigungsanlagen des Wittelsbacher Schlosses verschmolzen, sodass Stadt und Schloss von einem durchgehenden Befestigungsring umschlossen waren.
Vor dem Münchner Tor war eine Schanze als Sichtschutz angelegt, die Feinde umständlich umgehen mussten. Erst kurz vor Erreichen der Stadt wurde diese sichtbar. Eine weitere Schikane für die Feinde, aber auch anderer Durchreisende, war der extrem steile Anstieg der Bergstraße zum Augsburger Tor.
Das Schlosstor im Norden der Stadt diente hauptsächlich der Versorgung des Wittelsbacher Schlosses. Für Fremde war es nicht passierbar. Ebenso die kleine Pforte in der Mauer zum Jungfernsteg, die im Volksmund „Lurl“ genannt wurde. Dieser Durchgang wurde von den Bürgern als schnelle Verbindung nach draußen genutzt.
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