Das Projekt sieht den Aufbau eines KI-gestützten Frühwarn- und Prognosesystems vor, das die Menschen im Einzugsgebiet von Paar und Ilm vor Hochwasser, Starkregen und Trockenheit warnt. An mehr als 150 Messstationen werden in Echtzeit Niederschlag, Wasserstände und Bodenfeuchte erfasst und die Daten automatisch online übertragen. Die gesammelten Daten werden mithilfe Künstlicher Intelligenz und eines Digitalen Zwillings des Projektgebiets zusammengeführt, verständlich aufbereitet und anschaulich visualisiert. Aus einer großen Menge technischer Daten entsteht so ein zielgruppengerechtes Lagebild, das Kommunen, Feuerwehren und Katastrophenschutzbehörden mit den Informationen versorgt, die sie für ihre Aufgaben benötigen.
Die Arbeitsgemeinschaft Solidarischer Hochwasserschutz wurde als Reaktion auf das Extremhochwasser im Juni 2024 ins Leben gerufen und 2025 als Verein gegründet. Heute vereint sie 28 Kommunen aus vier Landkreisen, die über Bezirksgrenzen hinweg gemeinsam Vorsorge gegen Hochwasser, Starkregen und Trockenheit betreiben.
„Zu viel Wasser oder zu wenig Wasser – aufgrund des Klimawandels stellen beide Extreme die Kommunen in Bayern vor immer größere Herausforderungen. Während aktuell Trockenheit und niedrige Bodenfeuchte im Fokus stehen, können Starkregen und Hochwasser innerhalb kürzester Zeit zur lebensbedrohlichen Gefahr werden. Umso wichtiger sind smarte Lösungen, die beide Extreme berücksichtigen, um die Menschen und ihr Hab und Gut bestmöglich zu schützen“, so Digitalminister Mehring.
Fotos: Bayerisches Digitalministerium / Kira Born
