Ortsteil Harthausen

Harthausen liegt etwa 5 km östlich von Friedberg an der Paar und bildet mit dem Ort Paar eine Gemeinde mit ca. 600 Einwohnern. Ein Volmar und ein Hartlieb von „Harthvsen" sind aus dem 12. Jahrhundert urkundlich bekannt und bezeugen erstmals schriftlich die Existenz dieser Siedlung. Der Ortsname bedeutet: (bei den) Häusern am Wald. Mit dem Begriff „Hart" ist hier der Meringer Wald gemeint, der heute Landmannsdorfer Forst heißt.

In Jahr 1420 wird die Einöde Malzhausen als einschichtiges Gut mit zwei Anwesen bei Harthausen aufgeführt, das schon 1183 in den Quellen als Besitz des Klosters Scheyern erschienen war und auch im bayerischen Salbuch von ca. 1280 als „Mailtshausen" genannt wurde.



Stimmungsbild aus dem schmucken Dorf Harthausen



Gegen Ende des 19. Jahrhunderts lebten in den beiden Orten Harthausen und Malzhausen 198 Einwohner. Die Gemeinde musste nach dem Ersten Weltkrieg die beiden Glocken der St. Ursulakapelle an die Siegermächte abliefern. Ein wichtiger Meilenstein für die Ortsgeschichte des Dorfes Harthausen im 20. Jahrhundert ist 1924 die Gründung des Feuerstutzen- und Kleinkaliber-Schützenvereins, der sich 1927 ein Schützenhaus mit Schießanlage am Dorfrand in Richtung Dasing erbaute. Dieses Schützenhaus wurde 1953 abgerissen und neu errichtet, so dass zum dreißigjährigen Gründungsfest im Juni 1954 die Einweihung des neuen Schützenhauses stattfinden konnte. An der Ortsverbindungsstraße nach Dasing, nördlich des Ortskerns, entsteht derzeit ein neues Schützenheim.

Mittlerweile hat sich das Gesicht des Ortes völlig verändert. Bereits in den sechziger Jahren verdiente sich etwa ein Drittel der erwerbsfähigen Bevölkerung den Lebensunterhalt außerhalb des Wohnortes, zumeist als Pendler nach Augsburg, Friedberg und Haunstetten. Die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe hat mit der Zeit immer mehr abgenommen, doch trotz der Orientierung zur Stadt und der Eingemeindung nach Friedberg hat die Gemeinde gewisse dörfliche Charakterzüge im äußeren Erscheinungsbild bewahrt.