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Google Street View

Was ist Google Street View?

 

Google Street View Car - Foto: Axel Mauruszat
Google Street View Car - Foto: Axel Mauruszat

Die Funktion Google Street View ermöglicht dem Nutzer, bei einem „virtuellen Spaziergang“ einen Straßenzug aus der Perspektive eines Fußgängers zu betrachten. Fahrzeuge, die mit speziellen Kameras ausgestattet sind, fahren öffentliche Straßen entlang und nehmen 360-Grad-Panoramabilder auf.

 

Bestehen datenschutzrechtliche Bedenken?

 

Das Projekt ist in der Öffentlichkeit umstritten, zum Teil werden datenschutzrechtliche Bedenken vorgebracht.

 

Die Datenschutzaufsichtsbehörden des Bundes und der Länder im nicht-öffentlichen Bereich haben sich bei ihrer Besprechung im November 2008 mit der Problematik beschäftigt. Die Veröffentlichung von georeferenziert, d.h. über Geokoordinaten eindeutig lokalisierbar, und systematisch bereit gestellten Bilddaten ist nach ihrer Auffassung unzulässig, wenn hierauf Gesichter, Kraftfahrzeugkennzeichen oder Hausnummern erkennbar sind (Beschluss der obersten Datenschutzaufsichtsbehörden vom 13./14. November 2008, PDF ).

 

Durch die automatische Verfremdung sowie die Vereinbarungen, die Google-Deutschland mit den Deutschen Datenschutzbeauftragten geschlossen hat, sind die Auswirkungen für die Beteiligten deutlich verringert worden. Das Unternehmen hat den Deutschen Datenschutzbeauftragten gegenüber zugesagt, dass jeder Bilder von sich oder seinem Haus aus der Datenbank löschen lassen kann und dies auch bereits vor der Veröffentlichung der Aufnahmen im Internet.

 

Wie kann ich mich gegen Aufnahmen oder Veröffentlichungen wehren?

 

Betroffene können den Aufnahmen an sich sowie der Veröffentlichung der Fotografien widersprechen.

 

Praktisch bedeutet dies, dass ein Betroffener sich schon gegen Aufnahmen seines Hauses oder seines Grundstücks wehren kann, wenn er erfährt, dass in der Stadt Aufnahmen gemacht werden.

 

Gegen Aufnahmen seiner Person kann sich der Betroffene in dem Zeitpunkt der Aufnahme wehren.

 

Nach der Aufnahme ist in beiden Fällen ein Widerspruch gegen die Veröffentlichung möglich.
Widersprüche können an

 

streetview-deutschland@google.com oder•postalisch an Google Germany GmbH, Betr. Street View, ABC-Straße 19, 20354 Hamburg
gerichtet werden.

 

Für einen Widerspruch genügt die Mitteilung, dass einer Aufnahme oder einer Veröffentlichung widersprochen wird, wobei die Gebäude bzw. Grundstücke möglichst mit Adresse konkret benannt werden müssen.

 

Bei einem Widerspruch gegen die Veröffentlichung von bereits angefertigten Personenaufnahmen sollte der Ort und die Zeit der Aufnahme konkret angegeben werden.

 

Ein Widerspruchsgrund muss nicht dargelegt werden. Zur Vermeidung von Missbrauch kann jedoch Google Inc. die Berechtigung für den Widerspruch prüfen.

 

(Quelle: Bayerisches Staatsministerium der Justiz und für Verbraucherschutz)

 

Links zu weiteren Informationen:

 

Homepage des Bundesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit - klicken Sie hier

 

Homepage Bayerisches Staatsministerium der Justiz und für Verbraucherschutz - klicken Sie hier

 

Presseerklärung der bayer. Justizministerin Beate Merk - klicken Sie hier