Diese Seite drucken
 

FAQ

Wieso soll ich mich beim Bürger- und Ratsbegehren für eine Neukonzeption des Schlosses entscheiden?
Die Neukonzeption des Schlosses ist eine Investition in die Zukunft der ganzen Stadt Friedberg und in den Erhalt und Ausbau unserer kulturellen Identität. Friedberg wird sich stärker in der Region profilieren können und damit als Stand- und Wohnort noch attraktiver werden.
Zudem wird endlich das komplette Schloss nutzbar gemacht: Das Museum profitiert von einer zeitgemäßen Raumaufteilung mit Rundgang im Südtrakt und einer möglichen Nutzung des Schlossgartens, kulturelle Veranstaltungen finden im neuen Saal eine geeignete Spielstätte und soziale Begegnungen werden v.a. durch die private Nutzung für Hochzeiten, Jubiläen oder Vereinsfeiern ermöglicht. Warum hat sich der Stadtrat für den Kauf des Schlosses entschieden?
Der Rat der Stadt hat bereits mit dem Erwerb des Wittelsbacher Schlosses 2007 die Weichen gestellt, das kulturelle Erbe und die Wiege der Stadt zu sanieren, zu modernisieren, angemessen zu präsentieren und die Situation für die verschiedenen Nutzer zu verbessern. Kann sich die Stadt Friedberg die Sanierung und Umnutzung leisten?
Ja, die Finanzierung ist gesichert und in der Finanzplanung bis zum Haushalt 2015 dargestellt.
Der Umbau wurde vom Rat der Stadt 2010 mit großer Kostensicherheit beschlossen. Der Stadt entstehen letztlich insgesamt € 10,85 Mio an Ausgaben. Dieser Betrag streckt sich auf insgesamt mindestens sechs Jahre.
Exakte Kostenberechnungen beziffern die Gesamtausgabe auf € 20,13 Mio. Durch viele Untersuchungen und Aufschlüsse im Gebäude- und Geländebestand ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass dies die Maximalkosten sein werden. Diese Kosten reduzieren sich um € 0,4 Mio, wenn der 2. Bauabschnitt direkt auf den ersten folgt. Weitere 1,68 Mio sind bereits verauslagt (v.a. Planungskosten). Bereits zugesagt ist eine staatl. Förderung i.H.v. € 4,6 Mio. Für den 2. Bauabschnitt kann mit weiteren € 1,1 Mio gerechnet werden. Daneben stehen derzeit Spendengelder i.H.v. € 1,5 Mio zur Verfügung.
Es bestünde darüber hinaus die Möglichkeit, den Bau des Veranstaltungssaales nach der Grundsanierung und dem Museumsumbau (Bauabschnitt 1) zeitlich auszusetzen. Damit könnten € 4,28 Mio noch länger zeitlich gestreckt werden. Wie hoch wäre der Kostenunterschied zwischen der reinen Kernsanierung und der Komplettsanierung inklusive Umbau?
Der Kostenunterschied zur reinen Bestandserhaltung und Kernsanierung würde voraussichtlich 5-8 Mio. € betragen. Der Erhalt des Status quo bei einer Teilsanierung des Schlosses würde geschätzte 7,86 Mio. € kosten. Hinzu kämen noch nicht ermittelte Kosten für die noch nicht existierende Bauplanung und das zugehörige Finanzierungskonzept. Wann wäre Baubeginn, sollte das Bürger- und Ratsbegehren zu Gunsten der Neukonzeption des Schlosses ausgehen?
Die Sanierungsarbeiten der Bauphase I könnten im Falle eines positiven Bürgerentscheids bereits Ende 2012 beginnen. Alle Planungen und Kostenkalkulationen sind abgeschlossen, die Baugenehmigung ist erteilt, Fördergelder wurden fest zugesichert und Ende 2011 liegt ein Nutzungs- und Betriebskonzept für das neue Schloss vor. Was passiert mit dem Museum?
Die Stadt erhält ein modernes und attraktives Museum, das den Wunsch der Besucher nach einer lebendigen und zeitgemäßen Konzeption erfüllt.
Das Museum ist von den Veranstaltungsbereichen räumlich getrennt. Es erhält künftig einen räumlich intakten Rundgang.
Es wird den heutigen Sicherheits- und Raumklimaanforderungen gerecht. Warum brauchen wir einen Veranstaltungssaal?
Das reichhaltige Kulturangebot vieler Veranstalter und Künstler in Friedberg braucht einen zentralen Mittelpunkt im Schloss.
Es besteht aber nicht nur für kulturelle Veranstaltungen dringend Bedarf an einem modern ausgestatteten Raum in angemessenem Ambiente. Auch für private Feiern wie beispielsweise Hochzeiten sind Räumlichkeiten mit einer stimmungsvollen Atmosphäre und Catering-Möglichkeiten immer stärker nachgefragt. In diesem Bereich fehlt der Region Friedberg eine entsprechende Veranstaltungsstätte, die auch zu mieten ist.
Außerdem wäre der Saalbau im 1. Stock der dringend notwendige Regenersatz für den Renaissancehof des Schlosses. Schafft die Neukonzeption auch Einnahmemöglichkeiten?
Ja. Durch die Sanierung und den Umbau des Schlosses und insbesondere der Schaffung von mehreren Catering-Möglichkeiten sind großer Saal, Rittersaal, Remise und Innenhof nicht nur für kulturelle Veranstaltungen geeignet, sondern bieten auch für private Feiern eine gute Infrastruktur und eine hervorragende Atmosphäre. Durch Vermietungen an Hochzeits- oder Geburtstagsgesellschaften entstehen Einnahmemöglichkeiten, die im Betriebskonzept näher untersucht werden. Welche Betriebskosten fallen künftig im Schloss an?
Diese Frage wird das vom Schlossausschuss an die Firma actori beauftragte Betriebs- und Nutzungskonzept klären. Es wird Ende 2011 vorliegen. Ist mit einer starken Erhöhung der Lärmbelästigung für die Anwohner zu rechnen?
Nein, da Großveranstaltungen wie Kongresse, große Rock/Pop-Veranstaltungen sowie aufwändige Schauspielaufführungen und Openair-Kino aus verschiedenen Gründen als Nutzungsoptionen ausscheiden. Zudem müssen laut Baugenehmigung Veranstaltungen mit mehr als 300 Besuchern um etwa 22 Uhr beendet werden, damit das Verlassen der Besucher bis 23 Uhr gewährleistet wird. Auch beim Lieferverkehr gibt es Einschränkungen: Er darf nur tagsüber erfolgen. Kann ich mich als Bürger, Künstler, Veranstalter in die Ausgestaltung des Nutzungskonzeptes einbringen?
Ja, Sie können Fragen, Ideen und Anregungen entweder per Mail (WittelsbacherSchloss@Friedberg.de), beim offenen Schlossausschuss Ende September oder bei der Podiumsdiskussion Anfang Oktober einbringen.