Steirische Brautpaare flittern in Friedberg/Bayern
Städtepartnerschaft Neuwahlen – Fußballturnier im Sommer
Brautpaare aus der Partnerstadt Friedberg in der Steiermark werden künftig zu einem verlängerten Flitter-Wochenende ins bayerische Friedberg eingeladen. Darauf verständigten sich die Mitglieder des Komitees bei ihrer Versammlung, in der bei den turnusmäßigen Neuwahlen das Präsidium bestätigt wurde. Unter der Leitung von Otmar Selder diskutierte das 18-köpfige Gremium die derzeitige Situation der Partnerschaft mit den zahlreichen Höhepunkten der letzten Jahre und den Planungen für die Zukunft.
Das Steirer Weinfest, der Partnerschaftsstand beim Friedberger Adventsmarkt und auch das große Hauptplatzfest in Friedberg/Steiermark wurden noch einmal in Erinnerung gerufen. Selder berichtete auch von den Entwicklungen in der Partnerstadt mit den Neuwahlen des Bürgermeisters und Gemeinderats sowie über die Lage bei der geplanten Neukonstituierung des dortigen Komitees nach der Ära Lebenbauer/Raza/Aigner. Erfreut wurde herausgestellt, dass man personell das hiesige Komitee ergänzen und verjüngen konnte: Andreas Paul, Maria Strobl, Herbert und Christine Koller und Hans Sturm sind neu dazugestoßen. Die finanzielle Lage des Komitees ist erfreulich, nachdem beim Adventsmarkt gut gewirtschaftet worden sei, berichtete Schatzmeisterin Gerlinde Brünkmann, die nach zehnjähriger Tätigkeit nicht mehr kandidierte.
Als nächste große Aktion steht das Fußballturnier „4 x Friedberg“ am letzten Juli-Wochenende an, das die Sportfreunde Friedberg durchführen. Dazu sol-len jetzt die Weichen gestellt werden. Die Neuauflage des Turniers soll dazu dienen, vor allem die Jugend wieder mehr in die Beziehungen einzubinden.
Auch die beschlossene „Hochzeits-Aktion“ hat diesen Hintergrund. Das Friedberger Komitee lädt ab 1. Juli alle Brautpaare aus der Partnerstadt herzlich ein und betreut sie. Die Stadt Friedberg und Hotelier Heiner Kuss haben Unterstützung zugesagt. Auch die Schulen sollen künftig mehr eingebunden werden und Oliver Limmer kündigte an, dass auch die Beziehungen der beiden Stadtkapellen intensiviert werden sollen.
Das Steirer Präsidium
Neuwahlen: Präsident Otmar Selder; Vizepräsident Wolfgang Braun, Vizepräsident Felix Reithemann, Schatzmeister Herbert Koller, Schriftführer: Evelin Braun, Vorstandsmitglied Adventsmarkt Franz Sonnberger, Beisitzer Michael Winkler, Hans Rabl, Andreas Paul, Anton Metzger.
Der Beginn der Freundschaft
Am Anfang stand ein Fußballturnier. „Viermal Friedberg“ nannte sich das Treffen, das im Jahre 1966 erstmals über die Bühne ging. SC Pinggau-Friedberg/Steiermark, die Sportfreunde Friedberg/Bayern, der TSV Friedberg/Bayern und der VfL Friedberg in Hessen trafen sich dann immer öfter. Während die Beziehung zu den Hessen sich aber allmählich verlor, vertieften sich die Kontakte mit den Steirern immer mehr. Die Musik war von Anfang an dabei. Stadtkapelle und Jugendkapelle tauschten sich mit den steirischen Musikern aus und es folgten neben den Offiziellen dann fast sämtliche Bevölkerungsgruppen. Sänger, Veteranen, Schützen, Feuerwehrleute und Kulturschaffende pflegten einen besonders intensiven Kontakt. Unzählige Freundschaften wurden geschlossen. Und zum 42-jährigen Bestehen der Partnerschaft im Jahr 2008 sind die Beziehungen frischer denn je.
Friedberg in der Steiermark
Eingebettet in waldreiche Hügel
Der historische Ort Friedberg mit seinen rund 2.800 Einwohnern liegt an der Sonnenseite des Wechselgebirges, eingebettet in eine waldreiche Hügel- und Berglandschaft auf einer Höhe von etwa 500 bis 1000 Meter über dem Meer. Friedberg gehört zum Verwaltungezirk (Landkreis) Hartberg Oststeiermark. Der Ort befindet sich etwa eine Autostunde entfernt von Graz und ist an die Steirische Weinstraße, an die Apfelstraße und an die Blumenstraße angebunden. Zahlreiche gut markierte Spazier- und Wanderwege führen durch die weiten Mischwälder über saftige Almen bis hin zum 1740 Meter hohen Hochwechsel.
Friedberg wurde im Jahre 1194 aus Teilen des Lösegeldes für den englischen König Richard Löwenherz vom Babenberger Herzog Leopold V. als Grenzfeste gegen die Ungarn errichtet. Die Altstadt hat einen der schönsten geschlossenen Hauptplätze der Steiermark.
Zu den bedeutendsten historischen Bauten gehören die Stadtpfarrkirche St. Jakob und der barocke Pfarrhof. Etwa 80 wertvolle Exponate der bekannten Thonet-Bugholzmöbel sind im Thonet-Haus ausgestellt. Darunter auch Raritäten, wie der auf der Weltausstellung 1851 in London präsentierte Tisch mit dreidimensional gebogenem Stabbündelgestell.
August 2008: DER „BOARISCHE HIASL“ ÜBERFÄLLT DIE STEIRER
Müde kamen sie an und dann noch das: Als die Wandergruppe aus Friedberg/Steiermark vom Kissinger Bahnhof über Gut Mergenthau die letzte Strecke Richtung Partnerstadt Friedberg zurücklegen wollte, wurde sie im Wald vom „Boarischen Hiasl“ und seinen Getreuen überfallen und ins Schloss verschleppt.
Foto: Otmar Selder
Ein gelungener Gag des hiesigen Partnerschaftskomitees in Verbindung mit Altbürgermeister Adolf Gaugg und dem Historischen Förderverein Bayerischer Hiasl in Kissing. Keine Frage, dass es danach auf Schloss Mergenthau eine Brotzeit und ein kühles Hiasl -Bier gab. Freilich nicht als Henkersmahlzeit, denn schon bald hatte sich her-ausgestellt, dass die Wanderer aus Friedberg in der Steiermark unter der Leitung von Mando Kramer in friedlicher Absicht gen Friedberg unterwegs waren. Hermann Habersetzer gab den Gästen dann noch einen historischen Einblick über das Leben des Boarischen Hiasl.
Mit dem Zug waren sie in der Steiermark gestartet. Auch ein paar Leute aus Friedberg Bayern und Max Baumgartner aus Völs hatten sich der Wanderreise angeschlossen. Die schönsten Wanderwege vor allem in Tirol und in Bayerns Berggegenden hatte Mando Kramer ausgewählt. Die Bereiche St. Johann, Kitzbühel, Innsbruck, Seefeld, Garmisch und rund um den Ammersee standen im Programm. Ein Begleitbus transportierte das Gepäck. Und die 22-köpfige Gruppe hatte eine prächtige Stimmung, als sie in Friedberg ankam.
Die Stadt Friedberg ließ es sich nicht nehmen, die Damen und Herren aus der Steiermark zu einem Weißwurstessen ins Zieglerbräu einzuladen. Dritter Bürgermeister Manfred Losinger hieß Gusti Lebenbauer und ihre Delegation herzlich willkommen. Komitee-Vizepräsident Wolfgang Braun und Hans Rabl, der selbst auf der Reise mit dabei war, führten die Gäste durch die Stadt und ins Schloss. Zumal die größte Zahl der Österreicher zum ersten Mal in der Partnerstadt weilte. Und natürlich gab es zwei Tage lang reichlich Gelegenheit, nicht nur Erinnerungen auszutauschen, sondern Pläne für die gemeinsame Zukunft auf der Partnerschaftsebene zu schmieden. Beispielsweise bei der Einladung von Mathäus Michl nach Rederzhausen („Stein und Wein“) oder beim Abschlussabend im Park-Cafe. Mit dem Zug ab Friedberg Bahnhof ging’s dann direkt wieder zurück in die Steiermark.
September 2006: Flotten Fußes in die Steiermark marschiert
Ein überaus herzlicher Empfang und eine großzügige Betreuung waren der Lohn für so manche Blasen, wundgescheuerte Füße und Muskelkater der 22 Friedberger Wanderer, die eine Woche lang in die Partnerstadt Friedberg/Steiermark unterwegs waren. Die Reise führte zu Fuß und mit dem Zug durch landschaftliche Schönheiten Österreichs, bis das grüne Herz dieses Landes, die Steiermark, erreicht war.
Mando Kramer, Landesinnungsmeister der Steinmetze und passionierter Wanderführer hat die Strecke minutiös ausgearbeitet und die Gruppe geleitet. Mit dabei waren „alte Steiermarkkenner“ wie die Vorstandsmitglieder des hiesigen Komitees, aber auch Mitglieder anderer Partnerschaftskomitees und Leute, die gerade diesen Weg benutzen wollten, um zum 40-jährigen Partnerschaftsjubiläum die Schwesterstadt kennenzulernen.
Jeden Tag schulterte man den Rucksack für vier bis sechs Stunden flotten Marsches über Wanderwege durch Naturparks, entlang von Seen, Denkmälern und Highlights der österreichischen Touristik. Das schwere Gepäck wurde jeweils von den Hotels zur nächsten Unterkunft transportiert, so dass die Marschierer nur den leichten Tagesrucksack zu tragen hatten. Nach der „Ouvertüre“, vom Rathaus über Ottmaring, dem Paardurchbruch bis Kissing gings mit der Eisenbahn nach Salzburg.
Vier bis sechs Stunden wandern hieß es täglich für 22köpfige Wandertruppe
Von Bad Ischl und einem „großen Braunen“ im berühmten Cafe Zauner wanderte man entlang der Drau auf dem Soleleitungweg nach Goisern, wo die erste Übernachtung anstand. Weiter gings zu Fuß entlang des Sees zum Weltkulturerbe Hallstadt im Herzen des Salzkammergutes, das die Gruppe ganz besonders ansprach. Durchs romantische Koppental wanderte man entlang der Enns bis Stainach und machte dann in Admont im weltberühmten Benediktinerstift mit der herausragenden Rokoko-Bibliothek Zwischenstation. Nach der Durchquerung des „Gesäuses“, einer der schönsten Schluchten im alpinen Bereich, wanderte man auf historischen Wegen in Eisenerz, dem Zentrum des österreichischen Erzabbaues und testete auch die altehrwürdige Zahnradbahn. Semmering war die nächste Station. In dem Wiener Nobel-Ski- und Wandergebiet musste Reiseteilnehmer Karl Gallwitz neue Wanderschuhe kaufen und konnte die alten abgehatschten endlich entsorgen. Jetzt ging es in die Berge. Über den Hirschenkogel fuhr man auf den auf den Zauberberg und dann forderte das Auf- und Ab die Teilnehmer doch ganz gehörig, zumal nicht alle so topfit waren wie etwa Hans Trinkwalder, Evi Braun oder Marianne Cordowinus. Dazu kam, dass wegen schlechter Markierungen sogar der sonst so fährtensichere Mando Kramer im Nebel die Orientierung verlor und manche Strecke zweimal gemacht werden musste. Aber bei der guten Moral der Truppe und dem Einfallsreichtum der „Logistiker“ erreichte man die windumtoste Berghütte „Wetterkogelhaus“ auf dem Hochwechsel dennoch pünktlich. Dort warteten bereits die Freunde aus Friedberg in der Steiermark (Paul und Lotte Raza, Wolfi Trenker), die dann nach einem zünftigen Hüttenabend mit den Alleinunterhaltern „Kurt und Koarl“ die bayerische Delegation in einem 6-Stunden-Marsch sicher nach Friedberg führten. Wobei es auf halber Strecke durch Gusti Lebenbauer und Erni Aigner eine Verpflegungsstation gab, die unter schwierigsten Umständen eingerichtet wurde. Mit großem Hallo und Presseaufgebot wurden die Bayern schließlich nach ihrer sechstägigen Wanderung empfangen. Bürgermeister Rupert Gruber machte den Bayern ebenso seine Aufwartung wie das dortige Komitee unter der Leitung von Gusti Lebenbauer. Alte und neue Kontakte wurden gepflegt und beim gemeinsamen Abend überraschte der Männergesangsverein die Gäste mit einem Potpourri steirischer Lieder. Bei „Bacchus, edler Fürst des Weines“ verstärkte der mitgewanderte Friedberger Sängervereinschef Wolfgang Braun mit seiner Tenorstimme die Sängergruppe.
Es war ein weiterer Höhepunkt im Jubiläumsjahr, wie Bürgermeister Rupert Gruber betonte. In der Steiermark gab es auch ein Zusammentreffen mit der Reisegruppe des HGV Friedberg, die kurz vor der Zugabreise der Wanderer noch bei Roland Gressenbauer’s Schwarzem Adler eintraf.
29.6.2006: Nicht nur der Wein knüpft weitere Bande
Prächtiges Städtejubiläum mit Gästen aus der Steiermark im Friedberger Schloss
Die steirischen "Cravallos" unterhielten die Gäste beim Weinfest im Schlosshof
Der liebe Gott muss ein Steirer sein. Denn pünktlich zum Festbeginn am Samstagnachmittag trocknete die Sonne die bei Regen aufgebauten Tische und Bänke im grün-weiß dekorierten Schlosshof ab und ein prächtiges Steirisches Weinfest zum 40-jährigen Jubiläum der Partnerschaft konnte über die Bühne gehen. Gut eintausend Besucher ließen sich an romantischer historischer Stätte von den Gästen bewirten.
Die Verantwortlichen gingen mit ihrer Entscheidung, im Schlosshof zu bleiben, ein hohes Risiko ein und wurden belohnt. Die Mitglieder beider Komitees hatten in stundenlangen Aufbauarbeiten den Boden bereitet und sich letztlich vom grenzenlosen Optimismus des „Logistikers“ Toni Metzger überzeugen lassen. Der Schlosshof war schon eine Stunde nach Beginn nahezu voll besetzt. Der Steirische Bürgermeister Rupert Gruber und seine Mitarbeiterinnen begrüßten alle Besucher persönlich und überreichten Steirisches Kernöl und Apfelessig als Jubiläumsgeschenk für die bayerischen Friedberger. Eine Geste, die ganz stark ankam und die breitgefächerte Bande zwischen den beiden Schwesterstädten weiter stärkte. Trotz der mitreißenden Musik der steirischen „Cravallos“, die an wechselnden Einsatzorten vor dem Tischen der Besucher aufspielten, blieb viel Zeit zu Gesprächen und zur Knüpfung neuer Beziehungen. Und der steirische Wein, sei es der Schilcher, der rote Zweigelt oder der Welschriesling ist den meisten Schosshofbesuchern ohnehin schon als exzellent bekannt. Die fleißigen Helferinnen aus der Steiermark brachten mit Geräuchtertem, Verhackertertem, Grammelschmalzbroten oder Käseaufschnitten gutes als „Unterlage“ an die Tische. Auf der Bühne brachten die österreichischen Schuhplattler und „Holzhackerbuam“ nette Einlagen und auch die mit Friedberg-Steiermark besonders eng verbundene Stadtkapelle Friedberg/Bayern gastierte zwei Stunden lang und sorgte für gute Unterhaltung.
Die knappe Hundertschaft aus der Steiermark wurde bei der Anreise mit ihrem Bus in Odelzhausen mit einem Trick von der Autobahn geholt und nach Hergertswiesen zum „Koller“ umgeleitet, wo sie mit Musik und einer kleinen Stärkung erwartet wurden. „Ein toller Empfang“ schwärmte Gusti Lebenbauer, die Präsidentin des Steirer Komitees, die in Friedberg/Bayern zahlreiche gute Bekannte hat. Und dort traf auch pünktlich Franz Neumüller ein, der die 600 Kilometer lange Strecke mit dem Fahrrad zurücklegte. Sepp Treffler von der hiesigen Stadtverwaltung holte ihn am Freitag in Landshut ab und begleitet ihn bis nach Friedberg.
Im Rahmenprogramm führten Altbürgermeister Albert Kling und Altlandrat Dr. Theo Körner, beide „bekennende Steiermark-Fans“, die Delegation nach Oberschönefeld, wo sie durch Rudolf Oberlander eine interessante Führung durch Kloster und Museum mitmachen konnten. Man verabschiedete sich mit vielen Grüßen an die steirischen Freunde, die am Fest nicht teilnehmen konnten und man hatte beiderseits die Pläne für die nächsten Begegnungen bereits in der Tasche.
28.6.2006: Zum Festakt bringen Steirer Kernöl und Apfelessig mit
Erni Aigner erhält die Silberne Verdienstmedaille der Stadt Friedberg
Erni Aigner aus Friedberg in der Steiermark stand im Mittelpunkt des kleinen Festabends im Pfarrzentrum anlässlich des 40-jährigen Bestehens der Städtepartnerschaft. Der Stadtrat hatte beschlossen, sie mit der silbernen Verdienstmedaille auszuzeichnen. Die beiden Bürgermeister Rupert Gruber (Steiermark) und Dr. Peter Bergmair versprachen feierlich, das Erbe der Frauen und Männer von damals zu pflegen und weiterzuführen.
Die Steirerin Erni Aigner spielt seit dem Jahre 1966 dem Gründungjahr der Partnerschaft eine zentrale Rolle. Und dass von Bürgermeister Dr. Peter Bergmair in der Laudatio die rhetorische Frage: „Wo ist sie denn zuhause, hier oder in der Steiermark“ formuliert wurde, war fast zu erwarten. Schließlich verbrachte sie nach dem Tode ihres Ehemannes und Partnerschaftsmitbegründer Fritz Aigner ihr Leben viele Jahre an der Seite von Bürgermeister Max Kreitmayr hier im bayerischen Friedberg, bis sie nach dessen Tode im Jahre 2000 wieder in ihre steirische Heimat zurückkehrte. Bergmair erinnerte an den unermüdlichen Einsatz „der Erni“ in all den 40 Jahren. Viele bayerische Friedberger kennen sie auch vom Adventsmarkt oder von den beliebten Schlossfesten. Und immer wenn in der Steiermark Besuch aus Bayern angesagt ist, dann steht die 75 jährige bei der Betreuung der Gäste immer an vorderster Front.
Dr. Peter Bergmair als vierter (bayerischer) Partnerschaftsbürgermeister in den Steiermark-Beziehungen nach Josef Hohenbleicher, Max Kreitmayr und Albert Kling erinnerte an den Beginn vor 40 Jahren („ich war gerade elf Jahre“) mit den legendären Fußballturnieren und an die Musikertreffs mit Stadt- und Jugendkapelle bis sich wie ein „Lauffeuer“ der „Steiermarkvirus“ in alle Gesellschaftskreise ausbreitete. Die Freundschaft reiche schon in die zweite und dritte Generation und man wolle weiterhin verstärkt auf die Jugend setzen. Deshalb begrüßte er ausdrücklich die Initiative aus der Steiermark, quasi zum Abschluss des Festjahres, nächstes Jahr im Juli das Fußballturnier mit den „Kampfmannschaften“ wieder aufleben zu lassen. Fritz Sedl und Vereinschefin Beate Euler von den Sportfreunden Friedberg und Thomas Kleist vom TSV 1862 haben am Festabend die Einladung bereits angenommen und zugesagt. Bergmair dankte den beiden Komitees für die Bewältigung der umgangreichen Arbeiten und hatte auch Geschenke parat.
„Die Chemie hat von Anfang an gestimmt“, sagte Bürgermeister Rupert Gruber und er nannte zahlreiche Namen, die sich um die Partnerschaft verdient gemacht haben. Viele sind bereits verstorben. Eine Urkunde zum „Vierzigjährigen“ und „etwas Gesundes“ hatte Gruber für die gastgebenden Friedberger dabei, nämlich Kernöl und Apfelessig, die steirischen Lebens-säfte. Jeder Besucher des Festaktes erhielt das „Pärchen“ von den steirischen Damen überreicht.
Auch Gusti Lebenbauer und Otmar Selder, die beiden Vorsitzenden der Partnerschaftskomitees sprachen Grußworte und bekräftigen die Freundschaft aus der Sicht- und Arbeitsweise der Komitees. Ein von Felix Reihemann gemaltes Bild mit der „Verbrüderung“ der beiden Kirchtürme aus den Schwesterstädten erhielt Rupert Gruber als Geschenk und die Festgäste bekamen eine verkleinerte gerahmte Ausgabe anlässlich des Jubiläums überreicht.
In einer kleinen Ausstellung „So begann es…“ konnte man sich an die Personen und Ereignisse von damals noch einmal erinnern lassen. Wolfgang Braun vom Komitee hatte sie zusammengestellt. Musikalisch wurde der bewusst knapp und locker gehaltene Festakt von einer Gruppe der Stadtkapelle um Hans Rabl und Oliver Limmer gestaltet.
Sie erneuerten die 40jährige Freundschaft: Komiteepräsident Otmar Selder, Erni Aigner, der Steirische Bürgermeister Rupert Gruber, die steirische Komiteepräsidentin Gusti Lebenbauer und Friedbergs Bürgermeister Dr. Peter Bergmair