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Sie wurden von Bürgermeister Dr. Peter Bergmair (Mitte) geehrt (von links): Hubert Geiger, Ibrahim Mestanlaroglu, Franz Sonnberger, Monika Weighardt, Peter Feile und Anton Zech

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Verdienstmedaille Silber
Hubert Geiger
hat sich viele Jahre im Kinderheimverein Friedberg engagiert. Von 1993 bis zum Jahr 2000 fungierte er als Schriftführer, bevor er den Verein 9 ½ Jahre als erster Vorsitzender führte. Am 25.11.2009 kehrte er zu seiner ursprünglichen Tätigkeit als Schriftführer zurück. Der Kinderheimverein Friedberg besteht seit nunmehr über 156 Jahren, hat zur Zeit knapp 500 Mitglieder und nimmt in Friedberg als Träger von sozialen Einrichtungen wichtige gesellschaftliche Aufgaben war. Der Verein unterhält fünf Kindergärten, einen davon mit einer integrativen Gruppe, zwei Kinderkrippen, einen Kinderhort sowie ein heilpädagogisches Kinderheim mit drei Heimgruppen und einer innenbetreuten Wohngruppe. Er beschäftigt zur Zeit rund 100 Mitarbeiter und betreut insgesamt 510 Kinder und Jugendliche. Besonders um den Umbau und die Renovierung des Vereinssitzes an der Hermann-Löns-Straße 2, der nach Georg Fendt, dem verstorbenen Friedberger Ehrenbürger und Schwiegervater Hubert Geigers benannt wurde, gestaltete sich äußerst schwierig.
Ibrahim Mestanlaroglu
kam 1993 nach Deutschland und fand sogleich Gefallen an der liebenswerten Stadt Friedberg. Seitdem ist er sehr um die Integration der in Friedberg lebenden Türken bemüht. Vor allem liegt ihm sehr am Herzen, türkischen Kindern, deren Eltern Sprachprobleme haben, und sich schwer tun, mit Schulen und Vereinen zu kommunizieren, eine Anlaufstelle zu bieten.
1999 gründete er die türkische Elterninitiative Friedberg. Er veranstaltete Informationsabende, Jugend- und Kinderfeste, organisiert türkische Stadtfürhungen sowie internationale Freundschaftstage. Am 12.6. vorigen Jahres fand die Gründungsversammlung des „Friedberger Türkischer Bildungs- und Kultur-Verein e. V.“ statt und seit Januar erscheint unter seiner Regie die Zeitschrift „Diyaloog“, eine Kommunikationsplattform für Behörden und Bürger aller Nationen im Großraum Augsburg.
Franz Sonnberger
ist der gute Geist in zahlreichen Friedberger Vereinen. Seit mehr als drei Jahrzehnten engagiert er sich beispielsweise im Schützenverein „Freischütz Haberskirch-Unterzell e.V“. Er war dort 12 Jahre Schriftführer und somit für die Vereinschronik verantwortlich sowie 11 Jahre Jugendleiter, eine Funktion, in der er mit viel Umsicht und Fingerspitzengefühl die jugendlichen Schützen zu verantwortungsvollen Personen mit erzog. Seit 43 Jahren ist er dort auch Fahnenträger.
Im Sportschützengau Friedberg war er zweiter Schatzmeister und 21 Jahre 1. Gauschriftführer. 2008 wurde er zum Gau-Ehrenschriftführer ernannt. 13 Jahre fungierte er im Wallfahrerverein Friedberg als Kassierer und Schriftführer, bis er 1998 das Amt des ersten Vorstands übernahm, das er bis heute inne hat. Auch im Partnerschaftskomitee Friedberg/Steiermark ist er seit 1994, also der Gründung des Komitees, in der Vorstandschaft und dort als Obmann für den „Friedberger Advent“-Markt zuständig.
Monika Weighardt
fasst überall gerne mit an, wo ihre Hilfe gebraucht wird. So war sie von 1994 bis zu den Wahlen im Frühjahr diesen Jahres Mitglied im Pfarrgemeinderat St. Jakob und dort in den Ausschüssen „Soziale Dienste“ und Erwachsenenbildung“ tätig. Im Rahmen ihrer Mitgliedschaft im Ausschuss „Soziale Dienste“ leistete sie auch Behindertenarbeit. Zu ihrem Tätigkeitsfeld gehört auch die Bewirtung im Pfarrzentrum und sie war auch schon für die „Jakobsschänke“ beim Altstadtfest verantwortlich.
Im Katholischen Frauenbund Friedberg ist sie seit 1979 Mitglied und hat sich dort gleich der aktiven Gruppe angeschlossen. Seit 2002 gehört sie der Vorstandschaft an. Auch hier kümmert sie sich bei Veranstaltungen um die Bewirtung im Pfarrzentrum, organisiert Marktmessen oder Frühstücks-Veranstaltungen. Sie übernimmt auch Besuchsdienste bei älteren Mitgliedern, die nicht mehr mobil sind und ist immer zur Mithilfe im Netzwerk Pfarrei/Frauenbund bereit. Sie gehört auch der Frauenunion Friedberg an und betreut in dieser Funktion seit rund 20 Jahren in den Sommerferien verschiedene Veranstaltungen des städtischen Kinderferienprogramms.
Bürgermedaille in Gold
Anton Zech
hat eine lange Karriere bei der Freiwilligen Feuerwehr Friedberg Altstadt im vergangenen Jahr aus gesundheitlichen Gründen beendet. Schon ab dem 23. Lebensjahr war er 8 Jahre Schriftführer und teilweise parallel dazu Gerätewart. Von 1988 bis 1994 fungierte er als 2. Vorsitzender der Altstadtwehr und von 1988 bis 2009 leitete er 1. Kommandant zuletzt bis zu 200 Einsätze im Jahr. Ob schwerer Unfall, Großbrand oder auch nur eine zugefallene Wohnungstüre, Toni Zech war stets der Mann für alle Fälle. Als Sachbearbeiter für das Feuerwehrwesen und als Leiter des städtischen Bauhofes bleibt er der Stadt Friedberg noch eine Weile erhalten. 35 Jahre im aktiven Feuerwehrdienst, davon 32 Jahre in führender Position brachten ihm das Ehrenzeichen für 25 Jahre Feuerwehrdienst und das Steckkreuz des Bayerischen Innenministers ein.
Goldener Ehrenring
Peter Feile
könnte man – mit allem Respekt – als Urgestein des Friedberger Stadtrates be-zeichnen. Seit 38 Jahren gehört er diesem Gremium an und wenn Peter Feile bei Haushaltsberatungen wieder einmal ein besonderes Sparkonzept entwickelt hat oder dem Rat eine Idee schmackhaft machen will, dann heißt es: gut aufpassen und mitdenken, denn dann wird anspruchsvolle Politik gemacht.
Seit 1972 gehört er sowohl dem Stadtrat als auch dem Kreistag an. Von 1990 bis 1996 war er Pfleger für das damalige Stadtkrankenhaus, seit 2002 ist er Pfleger für Eigenbetriebe und Bauhof und seit 2008 Vorsitzender des Rechnungsprüfungsausschusses. Seit 1991 fungiert Peter Feile als stellvertretender Landrat.
Er gehörte von 1980 bis 1983 dem Deutschen Bundestag an, war von 1995 bis 1999 stellvertretender Vorsitzender der Arbeiterwohlfahrt und ist seit 2004 erster Vorsitzen-der der Arbeiterwohlfahrt Friedberg.
1990 wurde Peter Feile mit der Kommunalen Dankurkundes des Landkreises und 2002 mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.
Musikalisch umrahmt wurde die Festsitzung des Stadtrates durch die Gruppe "age of harp" mit Christine Pemsl, Susi Neher und Markus Trinkl.